Inga Hanka | Die Angst vor dem Alleinsein
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Die Angst vor dem Alleinsein

Liebe Inga,

du hattest mal erzählt, dass dein Mann oft auf Geschäftsreise ist und, dass es dir schwer gefallen ist damit umzugehen. Ich würde mich total freuen, wenn du uns die Geschichte dazu erzählst. Mein Mann ist beruflich auch viel unterwegs und ich halte diese Tage kaum aus. Manchmal heule ich heimlich, weil ich ihn vermisse und die Wohnung ohne ihn so leer ist.

Wie ist das denn bei euch gewesen?

Deine „XOXO“ microsoft office 2016 download kostenlos deutsch.

 

Liebe „XOXO“,

ich kann mich noch genau an den Moment erinnern als Franz von seinem Bewerbungsgespräch in der neuen Firma kam.

Wir hatten zuvor Freja bei meiner Mutter gelassen um gemeinsam zum Firmensitz nach Holland zu fahren, zwei Stunden hatten wir im Auto gesessen, anfangs noch entspannt, dann immer aufgeregter. Wir unterhielten uns auf Englisch, zur Vorbereitung, seine Hand lag in meiner, und wir lachten wenn Franz‘ Heavy Rotation, die einst ausschließlich aus Metal bestanden hatte immer wieder von Kinderliedern unterbrochen wurde sky store filme downloaden.

Als wir ankamen sprang Franz aus dem Auto, drückte mir durchs Fenster einen flüchtigen Kuss auf die Lippen, verschwand im Gebäude und während ich vom Beifahrer-auf den Fahrersitz kletterte, schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: „Jetzt ändert sich unser Leben“. Es war nur ein Gedanke, einer von vielen, aber ich weiß noch genau wie ich versuchte ihn mit einem Schütteln wieder loszuwerden. Vergeblich. „Jetzt ändert sich unser Leben“, dachte ich, während ich das Auto wendete, die Straße hinunterfuhr die wir gekommen waren und mir ein Café suchte um auf Franz‘ Anruf zu warten. „Jetzt ändert sich unser Leben“, dachte ich als der Nachrichtenton meines Handys ertönte: „Kannst kommen, sind fertig“.

Als ich das Auto zurück auf den Parkplatz lenkte, kam Franz mir entgegen, die Jacke lässig über die Schultern geworfen minispiele kostenlosen. Schon von weitem sah ich ihm an, dass es gut gelaufen war. Er stieg ein, nickte mir nur zu und noch bevor ich eine Frage stellen konnte, sagte er: „Fahr‘ erstmal los“. Erst als wir auf der Autobahn waren, holte er tief Luft und sagte: „Das ist ein krasser Job…“. Er sagte es betont zurückhaltend, doch ich musste ihn nicht einmal ansehen um zu spüren: Er will diesen Job. Und dann sagte ich: „Du musst das machen“.

„Ich hab‘ dir doch noch gar nicht erzählt, wie das genau aussehen würde“, gab er zurück holiday Planner 2020. „Ja, ich weiß“, antwortete ich. „Aber das ist egal. Du musst das machen, das kann man spüren“. Er drückte meine Hand, er wusste, dass ich Recht hatte. „Dann ändert sich unser Leben“, sagte er. „Ich weiß“, sagte ich. „Ich weiß“.

Tja, und damit ändere sich mein Leben in einer Weise wie ich es nie gewollt hatte, denn von nun an war mein Mann mehrere Nächte die Woche weg und ich hielt schwanger und mit Kleinkind zuhause die Stellung.

Liebe „XOXO“, ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst, denn mir ging es ähnlich, nur dass ich nicht heimlich heulte, sondern vorzugsweise dann wenn ich Franz mitten in der Nacht anrief um ihm vorzuwerfen er würde seine Familie im Stich lassen tiptoi die welt der musik herunterladen. Denn auch wenn ich wusste, dass es nicht so war – es fühlte sich nun einmal so an.

Ich hatte noch nie sonderlich gut schlafen können, wenn Franz nicht da war. Ich schämte mich, das zuzugeben, aber so war es. Sobald Franz nicht bei uns war, wälzte ich mich unruhig im Bett hin und her und fragte mich bitter was zum Teufel bloß verkehrt war mit mir. Es waren jene Nächte in denen ich mich alleine fühlte, in denen ich Angst hatte und ich denen ich verzweifelte, weil ich mich selbst nicht verstand mcafee kostenlos internetschutz. Irgendwann wenn ich es nicht mehr aushielt, griff ich zum Telefon, wählte Franz Nummer: „Du gehst doch eh… hau doch einfach ab“, rief ich in solchen Momenten ins Telefon. Ich wünschte ihn zum Teufel und sehnte mir gleichzeitig nichts mehr, als dass er einfach zurückkommen und mich festhalten würde. Ich wusste, dass ich nicht fair war, aber ich fand keinen anderen Weg mit meinen aufgestauten Emotionen umzugehen. Alleine zu sein, war schon immer mein schlimmstes Gefühl und es schien als würde es sich in der Stille der Nacht und ohne die Ablenkung des Tages um das Vielfache potenzieren herunterladen. Diese Nächte waren wohl mein größtes ungelöstes Problem, mein stärkster innerer Konflikt und ich glaube nicht, dass ich mich ihnen gestellt hätte, hätte Franz nicht alleine bei der Vorstellung seines neuen Jobs einen Ausdruck auf dem Gesicht bekommen von dem ich wusste: „Das ist es was er tun muss“.

Denn es gibt Momente im Leben, in denen weiß man einfach was der nächste Schritt ist. Der Moment in dem Franz von seinem Bewerbungsgespräch zurückkam, noch bevor wir überhaupt ein Wort geredet hatten, war einer davon. Ich wusste schon damals intuitiv „Jetzt ändert sich unser Leben“ und ich sollte Recht behalten.

Die ersten Wochen waren für mich tatsächlich der Horror ich werde herunterladen. Ich war im vierten Monat schwanger, die Übelkeit noch den ganzen Tag präsent. Franz war quasi nicht Zuhause, er steckte all‘ seine Energie in den neuen Job, ich war mit Kleinkind und meinem eigenen Job alleine und Nachts wälzte ich mich im Bett anstatt zu schlafen, bis ich irgendwann zum Telefon griff und meinen Mann vorwarf er sei egoistisch und würde sich keinen Deut darum scheren wie es uns ging. Auch wenn ein Teil von mir wusste, dass ich damit nicht falscher hätte liegen können, so gab sein Verhalten meinem Gefühl doch Recht, denn anfangs war es schwer für Franz uns als Familie in seiner beruflichen Zeitplanung unterzubringen und ich hatte das Gefühl wir fielen mehr und mehr hinten über.

Doch je mehr ich mich drauf einließ auf die Sichtweise den Ursprung meiner Gefühle weder in meiner Situation, noch in dem Verhalten meines Mannes zu suchen, sondern einzig und allein in meinem Inneren, desto besser wurde es unterschied zwischen hochladen und herunterladen. Ich merkte, dass meine Angst vor dem Alleinsein wesentlich schlimmer war als das Alleinsein an sich und dann fand ich heraus, dass meine verzweifelte, diffuse Panik, Franz würde gehen, ihren Ursprung in der Beziehung mit meiner Mutter hatte. Ich begann meine Gefühle zu differenzieren und in dem Maße in dem ich sie meiner Vergangenheit zuordnete, merkte ich auch, welche von ihnen innerhalb unserer Beziehung geklärt werden mussten.

Nachdem sich das Chaos in meinem Inneren ein bisschen gelichtet hatte, hatte ich die Basis dafür geschaffen, dass wir gemeinsam nun auch innerhalb unserer Beziehung jene Veränderungen und Maßstäbe etablieren konnten, die ich mir so wünschte apps nochmals herunterladen.

Denn wo Franz mich zuvor mindestens ebenso wenig verstanden hatte wie ich mich selbst, konnte ich ihm nun erklären warum ich eine solche Angst davor hatte, alleine zu sein. Als ich begann ihm keine Vorwürfe mehr machte, sondern ihm stattdessen erklärte, warum ich mir wünschte, dass auch er seine Prioritäten neu setzte, erschien ihm mein Ansatz auf einmal logisch. Er fühlte sich von mir nicht mehr grundlos in die Ecke gedrängt und war nun bereit auf mich zuzugehen. Und ich auf ihn.

So begannen wir Schritt für Schritt eine neue Balance für unsere Familie zu finden, die im Grunde weder seinen noch meinen ursprünglichen Maßstäben zu 100 Prozent entsprach, mit der wir aber beide leben konnten und mit der Zeit merkten wir wie gut uns die Veränderung tat und noch immer tut. Denn so muss jeder von uns über seinen Schatten springen und bekommt die Möglichkeit auf seine ganz eigene Weise zu wachsen. Ich, weil ich ihn mittlerweile (meistens) gehen lassen kann ohne mich alleine zu fühlen und ein riesiges Stück meiner eigenen Vergangenheit loslassen konnte. Und ihm, weil mein Pochen auf einen gemeinsamen Alltag, nicht nur am Wochenende auch ihn dazu bringt seine Prioritäten laufend zu hinterfragen.

Am Ende glaube ich, dass dieser Job, so sehr ich ihn auch manchmal (ja, das tue ich zuweilen immer noch) verfluche, mir am Ende so viel mehr Freiheit geschenkt hat, als ich sie vorher hatte. Denn nur so konnte ich meine panische Angst davor, dass Franz nicht da war, für die ich mich zuvor stets selbst verurteilt hatte, verstehen. Und ich bin dabei sie zu lösen. Das meiste, so glaube ich, habe ich geschafft.

Und so, liebe „XOXO“ kann ich dir nur ans Herz legen nicht mehr heimlich zu weinen, sondern ganz und gar un-heimlich und dich nicht zu verurteilen dafür, sondern stattdessen auf die Suche zu gehen nach deiner persönlichen Erklärung. Ganz alleine in dir. Ganz alleine für dich. Denn wenn du die gefunden hast, dann wird sich dein Leben ändern, und ich schätze dann brauchst du irgendwann gar nicht mehr zu weinen. Zumindest nicht, weil die Wohnung dir so leer vorkommt.

Ich wünsche dir das Allerbeste,

Inga

 

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